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Samstag, 18. April 2026

Auf Goethes Spuren


Wenn es kuckuck, kuckuck ruft aus dem nahen Wald und uns die Frühlingssonne an der Nasenspitze kitzelt, dann ist die Aufbruchstimmung gekommen und die Lieder wie „ Das wandern ist des Müllers Lust“ oder „Im Frühtau zu Berge wir zieh`n fallera“, werden zum Muss. 


So geschehen am Mittwoch dem 8.4. Das Glücksbüchlein über Wiesbaden zur Hand genommen, die diversen Markierungszettelchen durchforstet.


Dabei stießen wir bei der Nr.63 auf „Auch Goethe saß schon hier“. Also ab die Post, Navi programmiert, mit 50 Minuten Fahrzeit, kann man nicht mal meckern.


Als wir in Frauenstein einfuhren, beim Nürnberger Hof, einem Weingut, erlebten wir gerade eine Überraschung, denn die Service Dame ließ das Tablett mit einem kompletten Mittagsmahl fallen.


Scherben, die Nudeleinlage der Kraftbrühe, 1/2 Hähnchen mit Kartoffelsalat und Beilagensalat gaben sich am Fußboden ein Stelldichein. Alle waren entsetzt und bemüht das Ungemach schnellstens zu beseitigen. 


Alles passiert auf einer wunderschönen Terrasse mit Weitblick über die noch leider kahlen Rebstöcke des Rheingaues. Auch diese Lokalität leidet unter Personalmangel was zur Folge hatte, dass alle Gäste eine längere Wartezeit in Kauf nehmen mussten. 


Wir entschlossen uns dann nur für einen Trink, eine rote Rebensaft Schorle die wir uns selbst holten. Bei dieser Aufbruchaktion muss wohl der Autoschlüssel zu Boden gefallen sein ohne dass wir etwas bemerkten.


Unser Ziel war der Kirschblütenweg der uns wahrhaftig verzauberte. Wie Bräute in ihren weißen Hochzeitsgewändern standen sie aufgereiht wie an einer Perlenschnur nebeneinander.


Unser zweites Ziel war die Steinskulptur zu Ehren Goethes der sich dort einen Lieblingsplatz aussuchte. 1932 wurde aus Quadern, sogenannter Tetraeder eine Steinsäule errichtet. 


Auf einer Tafel steht Goethes Lebensmotto geschrieben. Es ist ein schöner Ort und mehrere Sitzbänke an der Sonnenseite laden zum Verweilen ein. Gerade nach dem langen Winter ist dieser Hang ein Sehnsuchtsort für Sonnenhungrige. Manche bringen auch ihr Picknick mit und eine Flasche Wein.


Wir mussten auch wieder den Heimweg antreten und das böse Erwachen kam dann am Auto. Wo ist der Schlüssel. Kerstin ging zurück zur Terrasse wo wir die Rebenschorle getrunken hatten und wurde auch gleich fündig. Unter dem Tisch, da lag er.


Zur Entschädigung für Entgangenes, hielten wir noch beim Hofladen um uns 1 Kilo frischen Griesheimer Spargel und neue Kartoffeln aus Zypern mitzunehmen (Schinken war noch im Kühlschrank vorhanden), für ein feines Abendessen. Allerdings wer die 19 Stangen schälen musste, konnte erst später geklärt werden.


Dann kam es noch zu einer weiteren Verführung, denn eine Neuerung am Hofladen erwartete uns vor der Eingangstür. Ein Eiswagen mit der Aufschrift „Italienisches Eis“.


Oh wie lecker, zwei Kugeln Fruchteis auf der Waffel zum Schlecken, welch krönender Abschluss.
Mehrere Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern, denn es waren ja noch Ferien, warteten geduldig auf die süße/kalte Portion. 


Einen kleinen Verweil- und Spielplatz mit Sitzbänken hat der
Hofladen dort dafür eingerichtet. Ein gelungener aber nicht ganz perfekter Frühlingstag fand seinen Abschluss.


Herzliche Grüße
Euere Kerstin und Helga
🌸🌸🌸

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