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Samstag, 25. Oktober 2025

Samstagsplausch

Liebe Bloggermädels die alle Anteil nehmen an meinem Schicksal das mir so plötzlich widerfahren ist. Die ganze Geschichte ist so unglaublich, dass Kerstin und ich uns zeitweise wie in einem Albtraum befanden. Ich litt schon mehrere Jahre an einer Spinalkanalstenose, die ich immer wieder verdrängte. Als nun das Ende der Fahnenstange erreicht war und Kerstin im Wirbelsäulenzentrum, die nur auf Wirbelsäulenoperationen spezialisiert sind, einen OP Termin bekam, der so gut klang: 3.9. OP, drei Tage KH Aufenthalt, anschließend gleich 15 Tage Reha und Helga kann wieder ohne Schmerzen laufen. Welch tolle Aussicht! Leider kann immer dabei etwas verletzt werden, ein Nerv stand da oben an erster Stelle und wie das eben so ist, es hat mich getroffen und unterschreiben muss man ja sowieso immer alles. An meinem linken Fuß ist wohl der Pereneusnerv verletzt worden und die Maßnahmen konnten so nicht in Angriff genommen werden. Anderntags erlitt ich eine so starke Nachblutung dass ich nochmals operiert werden musste und zwei Blutransfusionen mit div. Ohnmächten erlitt und am nächsten Tag auch noch mit meiner heißen Suppe vom Stuhl zu Boden stürzte und das Nasenbein gebrochen war mit weiteren Blutergüssen und blauen Flecken im Gesicht. Man steckte mich in eine besondere Obhut im KH und die Reha war weit weit weg. Anschließend nachdem man mich wieder etwas aufgepäppelt hatte sollte mit der Reha begonnen werden. Das erwies sich als schwierig, da man mir erst einen Rollstuhl gab, dass ich überhaupt zur Toilette konnte, nachdem der verhasste Katheder endlich entfernt war und meine Blutwerte wieder in einigermaßen normalen Bahnen liefen. Bis auf das Hämoglobin und die Erythrozyten die ja immer sehr lange dauern bis sie sich wieder erholt haben. Die abschließende Reha von 15 Tagen brachte so gut wie überhaupt nichts, weil einfach 3x die Woche 10 Minuten Physiotherapie nicht genug sind. Ein Physiotraining wurde hier nun im Pflegeheim, wo ich mich zur Zeit oder gar für immer befinde auch organisiert, das beginnt dann aber erst ab Montag.  Zurück zu der Nacht als ich das KH verlassen musste. Wohin nun...Tage vorher hat Kerstin bereits gesucht und gesucht und endlich für 17 Tage einen Kurzzeitpflegeplatz ergattern können.


Für dreizehn Uhr war der Transport mit Rollstuhl arrangiert. Nach diversen Telefonaten und nach Verlassen des Zimmers, saß ich um 18 Uhr immer noch im Flur des KH. Die Schwester organisierte dann nachdem Motto Frau hilf dir selbst, mich mit Kerstins und Schwester und meinen eigenen Kräften auf den Beifahrersitz zu bekommen. In der neuen Bleibe angekommen und auch nach 45 Minuten Aufenthalt dort, fanden wir uns im wahrsten Sinne auf der Straße gelandet zu sein, wieder. Das Heim war eine einzige Katastrophe. Die Senioren saßen in Reih und Glied und warteten auf ihr Abendessen und es roch schrecklich unangenehm. Wir fuhren mit dem Aufzug in den zweiten Stock, obwohl ein Zimmer im Parterre mit einer geistig fitten Frau versprochen wurde. Als wir eintraten fanden wir eine demente Frau vor die uns des Zimmers verwies, denn es sei ihr Zimmer. Können sie nicht lesen hier steht Ursula S... und sie verlassen mein Zimmer, morgen ist mein letzter Tag hier, dann können sie mit ihrer Tochter einziehen, so ging das in Dauerschleife. Umgehend mit dem Rollkoffer die Einrichtung verlassen und nun standen wir buchstäblich auf dem Gehsteig. 109.50 Euro sollten wir für diesen kleinen Auftritt auch noch bezahlen. Ein Hotelzimmer mit behindertengerechter Toilette musste her. Am Wöhrder See kannte Kerstin eines und in der Not quartierten wir uns für 120 Euro und 17 Euro Parkgebühren für zwei Nächte ein. Im Berufsförderungswerk fanden wir dann eine neue Bleibe mit kostenlosem Parkplatz für 95.- Euro pro Nacht für weitere zwei Nächte. 


Kerstin wollte mich nun endlich mit nehmen und nach Telefonaten und Gebettel und unserer allgemeinen Situation, ergatterte sie bei sich um die Ecke im Haus Waldeck ein Bett. Ausgang ungewiss da ich nicht weiß ob ich je wieder laufen kann und in mein Haus zurückkehren kann. Kerstin holt mich nach dem Mittagessen im Rollstuhl ab und wir sind dann je nach Wetter im Garten oder beschäftigen uns im Haus. 


Frau Meier ist mit mir nach Südhessen gereist und schläft nun im Keller über die Wintermonate zufrieden in ihrem Heubett. So schnell kann das Schicksal zuschlagen und sich das Leben von Minute zu Minute verändern.


Traurige Grüße gesendet von Helga

verlinkt mit: *Samstagsplausch*

Freitag, 19. April 2024

Frau Meier und der Löwenzahn

Er ist ein Tausendsassa der Löwenzahn und verdankt seinen Namen den Zacken die wie Zähne seine Blätter säumen.

Herrliche Löwenzahnwiesen in der Hessischen Rhön

Doch bissig ist die Wildpflanze nicht, nein, sie wird schon seit Jahrhunderten als Heilkraut genutzt.


Als Pusteblume fasziniert er die Kinder und Schildkröten lieben ihn im Frühjahr auch sehr.


Na Appetit bekommen ? Schaut mal....Frau Meier war ganz gierig :-))


Leider hat sich ja der Frühling diese Woche verabschiedet und auch Frau Meier will ihr Haus gar nicht verlassen. 


Schöne Nachrichten gibt es von unserem Gartenteich zu berichten. Wir haben Nachwuchs bekommen und nun schwimmt ein klitzekleines Goldfischchen mit den anderen Fischen durch den Teich. Leider ist es so klein, dass ich es einfach nicht fotografieren konnte, nur die Rose am Teich.


Die Clematis Montana hat ihre Blüten geöffnet und darum hoffen wir, dass sich der Frühling nun bald wieder zurückmeldet.


Herzliche Wochenendgrüße
Kerstin und Helga


Samstag, 2. März 2024

🐢Frühlingserwachen

🐢Es war wieder so weit. Die Sonne kitzelte mich an der Nasenspitze, die Stimmen meiner Pflegerinnen glaubte ich zu hören, da blinzelte ich vorsichtig aus meinem Bioheubett, in dem ich sage und schreibe seit Oktober die Zeit verschlief🐢

fertig für ein Salzbad noch mit Heu am Kopf

🐢Nun habe ich ausgeschlafen und melde mich wie versprochen wieder zum Rapport🐢


🐢Ich erlebe mein 54. Lebensjahr bei Helga in Haus und Garten (meine Pfleger sagen: so alt wird keine 🐖)

Im Badekleid nach dem Bad warte ich auf die erste Mahlzeit

🐢Na klar, bin ja auch nicht in der Suppe gelandet, sondern 1970 zwangsevakuiert worden aus Griechenland🐢


🐢Aber das Glück war auf meiner Seite, denn als ich einem Eisenbahnwaggon mit anderen Kumpeln entnommen wurde, fand ich mich im Fränkischen Nürnberg in der Färberstraße bei Zoo Rehm wieder. In einer Holzkiste mit anderen größeren und kleineren Artgenossen berührte mich eine kleine fleischige Hand und ich fand mich alsbald an einem Junisommertag 1970 auf einer Wiese wieder🐢


🐢Dieser kleine Blondschopf hatte mich ausgewählt und mit zu sich genommen. Jetzt sind wir beide älter geworden und ich fühle mich mit 60 Jahren was ich wohl schon sein werde, noch fit und gesund. Dank der liebevollen Pflege mit hauseigenem Garten mit Gartentüre, leckeren Kräutern und manchmal auch Obst, bin ich nun wieder fröhlich aufgewacht🐢


🐢Manchmal hatte ich auch Besuch von einem lieben netten Jungen. Daniel spielte gerne mit mir und auch andere Kinder besuchten mich. Großeltern kamen mit ihren Enkeln am Abend vorbei um Gute Nacht zu wünschen🐢


🐢Traurig ist, dass ich in dieser langen Zeit schon mehrere Familienangehörige überlebt habe. Wenn ich nochmal umziehen müsste, dann muss es halt so sein, von Bayern nach Hessen sind ja nur 250km


 und da erwarten mich auch liebevolle Menschen...klar, die kenne ich ja auch schon länger🐢


🐢Manchmal darf ich auch mit auf die große Kleewiese oder ins Rucolabeet, hach der ist so lecker, schmatz, schmatz... aber dazu muss ich dann mal kurz ins Körbchen steigen, denn ein wenig langsam bin ich halt doch🐢


🐢Jetzt kommt aber erst mal das Frühjahr und Ostern, da muss ich nämlich den Ostereierwagen für den Mr. Rabbit ziehen, der hat auch nur vier Pfoten und braucht einen Gehilfen🐢


Also, bis denn mal Euere Frau Meier
🐢🐢🐢

Vielen Dank liebe Karin für Deine Karte


Dienstag, 16. Januar 2024

Bastelspaß mit Blüten

💝Guten Morgen zum kreativen Dienstag💝


💝Ein kleiner Basteltipp für Wintertage habe ich heute für Euch💝


💝Ja, kleine Farbkleckse tun im Moment sehr gut💝


💝Ich habe mir dauerhaften Blühspaß gebastelt 💝


💝Viel braucht man nicht: kleine Vasen, Draht von der Rolle, Trockenblüten und eine Heissklebepistole 💝


💝Der Schwung im Draht entsteht von selbst durch die Drehungen auf der Rolle so muss man gar nicht selbst Hand anlegen. Damit das Ganze in der Vase stabiler wird kann man die Vasen mit Wasser oder Sand befüllen💝


💝Einen kleinen Gruß senden wir Euch. Frau Meier schläft tief und fest in Ihrem Heubett 

Foto vom Zubettgehen im Herbst

und auch unser Oldie mit 17 Jahren ist noch für ein bisschen Blödsinn zu haben💝


Herzlichst Euere
Kerstin und Helga
💝💝💝

Dienstag, 15. August 2023

Im Garten...

 ...ist es doch am Schönsten oder ?


Nehmt Platz auf der Bank, sie ist schon eingedeckt, wir feiern ein kleines Gartenfest.


Gute Freunde kamen zu Besuch und das Wetter war uns hold. Bei Salaten und Gegrilltem haben wir viel geplaudert und uns gut amüsiert.


Zum Nachtisch habe ich einen besonderen Obstteller kreiert. Keine Angst die "Drei" sind harmlos und saßen auch nicht lange auf dem Teller :-)))


Den eigentlichen Nachtisch stelle ich Euch aber nun ganz genau vor, denn es war super lecker, kam unglaublich gut an und lässt sich einfach vorbereiten. Voila....



Die Jogurtbombe:

500g Naturjogurt
120g Zucker (ich weniger)
1Päckchen Vanillezucker (habe ich weggelassen)
1 Spritzer Zitronensaft
2 Becher Sahne und
verschiedene Beeren ca. 500g 

Die Sahne schlagen. Alle anderen Zutaten bis auf die Beeren verrühren, dann die geschlagene Sahne unterheben. Ein Sieb mit einem Geschirrtuch auslegen, dieses dann in eine Schüssel oder Topf stellen, die Masse hineinfüllen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Mit Hilfe eines Tellers oder einer Tortenplatte die festgewordene Masse stürzen und nach Lust und Liebe mit den Beeren belegen, dekorieren und sich`s schmecken lassen, einfach Bombe!
 
Wir haben uns sehr über Deine Sommerpost gefreut.
 

Auch wenn wir an diesem Abend keine Strümpfe gebraucht haben sind die ersten Sommerstrümpfe von Mama fertig geworden.
 

In blau und rot  haben sie schon eine neue Besitzerin gefunden.


Frau Meier geht es auch gut, sie macht es richtig, wenn das Wetter nicht passt schaut sie nur raus aus ihrem Haus und bleibt einfach halb drinnen und halb draußen sitzen.


Herzliche Grüße 
Euere Kerstin und Helga mit Frau Meier

Montag, 6. März 2023

🐢 Hello again..

🐢froi, froi, bin wieder fröhlich aufgewacht🐢


 🐢und das "Springtime-Römerle" ist schon verdrückt🐢


🐢Huschig ist es noch draußen, Helga hält die gute Stubb aber schön warm bis ich hoffentlich bald naus kann🐢


Grüße Euere Frau Meier mit Helga
 🐢🙋‍♀️

Samstag, 20. August 2022

🐢Mensch ..... Meier 🐢

💞Kein Welpenblick, kein Kuschelfell, nein ein Urvieh eben, aber heiß geliebt. Ohne Eltern ohne Erziehung ohne Bildung, einfach so hineingeboren in eine Welt, auf sich alleine gestellt💞
 

💞Die Sonne ist der einzige Wegweiser wenn es darum geht das Überleben zu sichern. Wann geht sie auf, ja ich hab ausgeschlafen und gehe nun wandern💞
 

💞Unterwegs treffe ich auf keinen Discounter für frisches Bio Obst und Gemüse. Ich rieche gut finde immer etwas leckeres, es muß nicht viel sein, bin ja bis Sonnenuntergang unterwegs. Das weiß ich je nach Sonnenstand, wann ich mir ein schützendes Hotelbett besorgen muß. Ein anderes Leben mußte ich erst erlernen. Mit ca 6 bis 8 Jahren kam ich 1970 zu meiner Pflegefamilie💞
 
 
💞Die 50 zig hab ich schon überschritten, die Fortpflanzung und die Wechseljahre auch hinter mich gebracht. Nun bin ich Rentnerin mit Leib und Seele und das koste ich voll aus.Wenn mich aber der Wandertrieb blindlings überkommt, gibt es Arbeit, viel Arbeit. Wo will ich hin ....da muß ich hin, aha....ein Hindernis.....gefährlich....Grube....Wasser...💞
 
 
💞Nöö nicht in diesem Territorium wo ich schon über 50 Jahre heimisch geworden bin. Eine eigene Gartentür, sozusagen eine Gartentüre im Garten wurde mir zugewiesen, damit ich nicht dort hin komme wo es gefährlich werden könnte💞
 
 
💞Wenn ich nichts essbares auf meinen diversen Plätzen finde, wandere ich zur Terrasse zu den lilafarbenen Schuhen, die ich da immer vorfinde💞
 

💞Mal einsam, oft stecken auch Füße darin oder sie laufen auf mich zu💞
 

💞Das weiß ich alles zwecks den "Guteles" die damit verbunden sein können💞
 
 
💞Aber da ist noch eine Wetterschutztüre die sonst meist geschlossen ist und dahinter eine Treppe. Oft bin ich da aber nicht unterwegs, Steine und Waschbetonplatten sind nicht so mein Ding. Verbotene Träume erleben, das wärs doch heute, an diesem langweiligen Tag. Die lila Schuhe waren auch leer, keine Bewegungen in Sichtweite, also ....eins zwei drei los....die Treppe .....heute muß ich die Stunde nutzen. 
 
 
 
Viel kann nicht passieren, langsam....ganz langsam, Kralle für Kralle einhaken in den dafür sehr geeigneten Waschbeton und los geht der Abstieg, so geschafft!💞
 
 
💞Na ja, Krieger kennen keinen Schmerz, ein paar Schrammen am Panzer und es waren ja nur 3 Stufen....plumps geschafft in unbekannten Gefilden stand ich unschlüssig, rechts oder links, was tun, dumm... an den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser💞
 

💞Nehm ich den Pfad mal nach rechts, denn da hör ich was, da ist sie, da kommt sie. Zwei Türen seh ich da noch, eine Gartentüre und eine Haustüre💞
 
 
 💞.....und die Füße ja, die Vertraute setzt mich an der Haustüre ab💞
 

 💞Ich marschiere schnurstracks auf das mir bekannte Teppichmuster zu, über den Nain (Kleinstadt in Israel) durchs Wohnzimmer und zur Türe wieder hinaus zu meiner Wohnung, dem Garten💞
 
 
💞Ich mußte erst ordentlich durchschnaufen, denn wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben, so wird gesagt. Meine Gute, Allerbeste, hatte was in ihrer Tasche mitgebracht, was Rundes, was mir soooo schmeckt!💞
 


💞Ach ja, mampfi, mampfi ! Danke 💕 hab dich so lieb💞
 

Herzlich grüßt Euch
die Ausreißerin
💞💞💞