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Samstag, 20. Juni 2026

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen

Ein alter Spruch, immer mal wieder zu gebrauchen.
Kerstin und ich, die Helga, wollten on Tour gehen und alle Südhessen und alle die wollen sind aufgefordert mit zu kommen.


Die Landeshauptstadt mit ihren vielfältigen Möglichkeiten etwas sehen und erleben zu dürfen hat uns beflügelt dort Einkehr zu nehmen. 


Andererseits hatte ich bereits 5 Bände, dazu hats aber drei Jahre gebraucht weil ich immer genug hatte und keine Folgebände mehr zukaufen wollte, aber mir dann doch nach einer gewissen Zeit wieder die ganzen Protagonisten im Nacken saßen. Es handelt sich um das „Cafe Engel“ in der mondänen Wilhelmstraße in Wiesbaden. Hilde, ihre Brüder August und Wilhelm, ihre Eltern Else und Heinz Koch, die Russin Swetlana mit ihrem kleinen Sohn Mischa, der Jüdin Julia usw. nach Kriegsende, um dort das Cafe Engel wieder salonfähig zu machen. Das soll nun hier aber keine Buchvorstellung werden, sondern der Wald mit seinen Bäumen will gesehen werden.


Der Kurpark sollte unser Ziel sein, wurde es aber leider nicht, denn wenn man eben den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, ist der Irrtum nicht weit entfernt. Wir parkten am Rande von einer mit großen Bäumen umgebenen Grünfläche mit Weiher und Bänken zum Ausruhen mit Blick auf ein mächtiges Gebäude mit Statue. 


Es stellte sich später als das Staatstheater mit Friedrich Schiller davor und zahlreichen anderen Figuren aus verschiedenen Materialien heraus. 


Auch Fritz aus der Buch Serie ging dort als zweiter Geiger täglich ein und aus und der kleine Mischa musste aus dem Weiher gerettet werden in den er gefallen war.


Wir nahmen auf einer der Bänke Platz und genossen den Blick auf das imposante Gebäude, ohne zu ahnen dass wir uns nicht direkt im Kurpark befanden. Nachdem ich ja immer noch nicht alleine frei laufen kann blieb ich mit Rollator und mit den Krücken, die ich abwechselnd als Lauftraining benütze zurück auf dem Bänkchen, im Hintergrund der Weiher und vor mir eine einsame Ente, der bald vor der Ruhe die dort herrschte die Äuglein zufielen.


Kerstin derweil auf Erkundungstour im kleinen Stadtpark an der Wilhelmstraße unterwegs kam mit der Erkenntnis zurück, dass wir uns gar nicht im Kurpark befanden sondern am sogenannten „Warmen Damm.“ Dieser Leichtsinnsfehler muss mit einem erneuten Angriff ausgemerzt werden.


Einen versöhnlichen Abschluss hat es mit zwei Kugeln Eis, wieder vom einheimischen Italiener, und mit dem Schokoladen-Mund von mir gegeben.


 Ich habe mich in kindliche Gefühle zurückversetzt gefühlt, da Kerstin mich versuchte zu säubern und ich auf das Papiertaschentuch spucken musste.



Mit herzlichen Grüßen
Helga
🍧🍧🍧

Samstag, 20. September 2025

Theater, Theater....

 ...der Vorhang geht auf, dann wird die Bühne zur Welt.


Ja, genauso war das nun für unsere Line-Dance Truppe. Der Regisseur *Gordon Kämmerer* hat im Juni in der Tanzschule Blau-Gold Kasino in Darmstadt nach einer Line-Dance Gruppe gefragt.


Ein bisschen überlegt und dann aus mehreren befreundeten Vereinen eine Truppe von 17 Line-Dancern zusammengestellt. 


Das war spannend mal hinter die Kulissen des Theaterlebens m Staatstheater Darmstadt zu schauen. Begonnen hat alles mit einer Zusammenkunft bei dem das Stück im Juni vorgestellt wurde:


Ephraim Cabot sieht sich selbst als Erschaffer eines Lebenswerks, einer Farm in Neuengland, die er in mühevoller Arbeit aufgebaut hat. Er führt seine Söhne mit harter Hand, in der Überzeugung, dass Disziplin das Fundament des Erfolgs ist. Doch statt ihnen das Vermächtnis zu überlassen, bringt er die junge und charismatische Abbie als seine neue Ehefrau in ihre Mitte. Für die älteren Brüder, die der Aussicht auf ein Erbe den Rücken kehren, liegt das gelobte Land in Kalifornien.
Für Eben, den jüngsten Sohn, beginnt ein intensiver innerer Konflikt. In Abbie sieht er sowohl eine Rivalin als auch eine unwiderstehliche Verbündete. Sie verfolgt eigene Ansprüche auf die Farm, und Eben sieht sich gezwungen, sein Erbe mit aller Kraft zu verteidigen. Die aufkeimenden Spannungen und Anziehungskräfte zwischen den Gleichaltrigen führen dazu, dass der Sohn zunehmend in einen intensiven Konkurrenzkampf mit seinem Vater tritt, der entschlossen ist, seine Kontrolle bis in den Tod hinein zu wahren. Leidenschaft und Konflikt verbinden sich zu einer explosiven Mischung, die das Geschehen eskalieren lässt. In „Desire“ (dt. Gier, Begierde, Verlangen), das 1924 in New York Premiere hatte, deckt Nobelpreisträger Eugene O’Neill die dunklen Seiten des Individualismus und des amerikanischen Traums auf. Die Figuren kämpfen erbittert um Macht und Besitz, während unterdrückte Begierden und mangelnde Empathie sie immer weiter voneinander entfernen.


Wir tanzen circa 5 Minuten im letzten Drittel des Stückes bei einer Familienfeier die der Vater Ephraim Cabot für seine Söhne gibt. 


Am 12.9.war die Premiere in den Kammerspielen vor ausverkauften Haus.


 Das ganze Team hat uns in unseren Garderoben eine kleine Süßigkeit in den Hut gelegt. 


Einen Schminkplan hatten wir auch und sogar ein Namensschild an der Türe. 



Hach war das alles aufregend und wir haben dieses Abenteuer mit Bravour absolviert. Weitere Aufführungen gibt es noch bis Februar. Wir sind jeden Monat (außer Dezember) mindestens einmal auf den Brettern dieser Bühne präsent.


Alle Künstler und auch wir waren zur Premierenfeier in die Bar eingeladen.


Unserer Trainerin Helga haben wir natürlich am Ende auch einen Blumenstrauß überreicht.


Herzliche Grüße 
Euere Kerstin


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