Samstag, 8. Januar 2022

Aufregende, bunte Welt...

...so könnte man es heute formulieren. Alles ist so einfach geworden und doch hochkompliziert. Wenn ich in meine Grübelphase verfalle, zieht alles mal Erlebte wieder an mir vorbei und ich staune, wie man mit allem zurechtgekommen ist, wo man heute sagt, „geht ja gar nicht.“
Nehmen wir mal unser Lieblingsgerät her. Ohne  dieses Teil ist uns schon mal der Atem genommen. Früher war die Null = O eben Null, nämlich ein bißchen nichts. Heutzutage geht ohne die Null gar nichts. Nein im Gegenteil, Massenauftritte sind erwünscht.
 

1952, Schulausflug der siebten Mädchenklasse. Lehrerin Frau Else Wahrheit. Diese Exemplare gibt es heute gar nicht mehr. Lehrerinnen waren stets unverheiratet, meist ? kinderlos  auf Sitte und Anstand achtend. Spießig und farblos gekleidet, hochgeschloßen bis zum Kinn, mit Broschenabschluß. Kicher!
Fräulein mußten wir sie nennen. Frl. abgekürzt, gibt es heute nicht mehr, aus dem Sprachschatz genommen! Heute ist eine Women also ein weibliches Wesen ab 14 Jahre, eine junge Frau und zu siezen. 
 
 
Ich hätte lieber zu meinem Namen einen Titel gehabt, so wie sagen wir mal: Gräfin Freifrau von und zu Helga Dreßler. War aber nicht und darum gab es auch nur die Dreßlers Helga mit den dicken Zöpfen, in rot angehaucht,  etwas rustikal halt. Eher wäre sie heute den "Comedies" zuzuordnen, steht ihr einfach besser zu Gesicht. 
 
 
Also laßen wir es mal so stehen und widmen uns wieder dem Schulmädel zu.
 

Die Ausflüge gingen meist zum Tiergarten oder in nähere Wandergebiete mit der Straßenbahn, zur Endhaltestelle. So fuhren wir über Fürth nach Zirndorf (dann Bus),  auf die alte Veste.
 

Zur Veste mußten wir den Waldweg hochsteigen, herumalbern und uns necken, damit keine Langeweile aufkam. 
 
 
Da ist es schon passiert, ich bin auf einer Wurzel umgeknackst und konnte nicht mehr auftreten. Was wäre heute zu tun? Ja, wüßten wir! Gab es aber nicht! Ein Telefonanschluß war oben in der Waldgaststätte, aber wir hatten zu Hause keinen Anschluß.
 

Der kleine Milchladen mußte mal wieder herhalten und Mama wurde verständigt, sobald jemand in den Laden kam und bei Mama vorbei um ihr das Mißgeschick zu melden. Aber Mama konnte auch nicht helfen, sie mußte wiederum selbst zur Telefonzelle eilen um meinen Stiefvater zu informieren, der ein Lieferauto der Firma fuhr. Bis das alles klappte und er zur Klasse in den Wald vordrang, dauerte es zwei Stunden. Er fuhr diesen Forstweg hinauf und blieb prompt im nassen Lehmboden stecken und aus eigener Kraft nicht mehr heraus, die Räder drehten durch. Einen neuen Retter gesucht in Gestalt eines Bauern mit Traktor, der wiederum den Lieferwagen fahrtüchtig machte...
 
 
.....und das alles nur, weil das Smartphone noch nicht erfunden war. Am nächsten Tag hatte ich eine Prüfung bei Horten für eine Lehrstelle als Kontoristin, so hieß das damals. Aber wie sollte ich wohl dort vorstellig werden, wenn ich nicht laufen konnte. Ein Auto hatte meine arme Mutter nicht und so blieb mir nur das Fahrrad, hinüber zum Pegnitzgrund in die Wiesenthalstraße. Getreten habe ich wie ein Akrobat. Eine Drehung mit dem rechten Fuß, den linken Schmerzfuß mit der Schuhspitze nach vorn geholt und die nächste Umdrehung war geschafft. So hatte ich mich etwa 5 km vorwärts bewegen können. Die Prüfer konnte ich wohl nicht überzeugen, denn eingestellt bin ich nicht geworden. Einfach einen Tick zu rustikal. 😅
 
 
Na ja, aufgeben war auch keine Option, ich habe eine andere Lehrstelle in einer Metallwarenfabrik bekommen. Der Chef wollte mich, weil meine Eltern Kaufleute waren. Mein richtiger Vater (aus dem Krieg schon 1942 nicht mehr zurückgekehrt), war in einer Graphischen Anstalt und Mama Sekretärin bei Telekom, das damals Telefonbau und Normalzeit hieß.
 

Den Telefonanschluß bekamen wir erst 1960. Unser Häuschen lag an einem Privatweg zusammen mit sechs anderen Häusern und es war nicht so einfach wie das heute ist, mit der Leitung. Es mußten sieben große Holzmasten gesetzt werden, die oben diese Kondensatoren, ich glaube aus Keramik  hatten. Das Kabel musste dann oben rüber zum Hausanschluß gezogen werden und auch bezahlt werden. Erst damit konnten wir dann endlich unter der Nr.O911/ 3136.. nach Herzenslust quatschen. Das Gespräch kostete damals 20 Pfennige, egal wie lange.
 

Ende gut, alles gut, ganz einfach gelöst das Ding, ohne den Fortschritt noch bemühen zu müßen. Na geht doch, sollten wir doch noch mal wieder  öfter ins Grübeln kommen.

Plinius der Jüngere um 61 - 114

 Herzlichst 
Euere Helga ohne Titel

 * dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten (Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung)
 

28 Kommentare:

  1. Hallo liebste Helga,
    so ein anschaulicher und spannender Breicht. Frauchen hat gerade die Augen verdreht von wegen Titels. Das mit dem Freulein war ja schon genug speziell, aber sie wurde wegen ihrem ersten Beruf über viele Jahre als "Schwester" angesprochen. Nur schon bei der Erinnerung daran verdreht sie heute die Augen.
    Lange, dunkle Wintertage regen scheinbar zum in der Vergangenheit kramen, Frauchen hat die Tage gekramt wie denn das damals mit der Wasserversorgung war und wo das warme Wasser her genommen wurde.
    Dein letzter Spruch mit dem Glücklich sein - das den Zeitenlauf kurz erleben lässt ist ja so tröstlich.
    Danke für deinen so anschaulichen Bericht der anregt sich an die Vergangenheit zu erinnern.
    Soll ich dir von Frauchen mit lieben Grüssen ausrichten - die Ayka

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  2. Hach liebe Helga...was haste mit wieder eine Freude gemacht. Wie ein Schwamm habe ich die Worte aufgesogen und die Bilder betrachtet. Also erst einmal...wenn ich dich so auf den Bildern sehe dann würde ich nicht von "rustikal" sprechen. Sah doch absolut toll aus. Da kenne ich also ganz andere Bilder bzw. habe sie auch noch vor Augen wenn ich an die Besuche bei meiner Omi in einem Dorf denke. Seis drum, der Chef bei der Vorstellung war doof und der dann kam hat das Potential gesehen. Echt wieder so lebhaft geschrieben und gemacht, ich kann es richtig sehen, und jaaaa...wie einfach es heute doch ist.

    Weisste was ich schon lange sage: die Schüler, die Jugend von heute (in Wohlstandsländern) sollte mal eine Woche in einem Freilichtmuseum wohnen müssen. Das ohne all die Technik um einfach mit zu bekommen wie schwer es gewesen ist und dann schätzen lernen was heute alles vorhanden ist. Vielleicht wäre so mancher leichtsinniger Umgang was Wasser, Strom und Lebensmittel angeht dann aus einem Blickwinkel gesehen.

    Danke für die Zeitreise, deine Geschichte und auch natürlich für das schöne ZiB über welches ich mich wieder sehr freue. Toll dass du auch in diesem Jahr wieder mit dabei bist.

    Wünsche dir und deinen Lieben nun noch ein schönes Wochenende und sende herzliche Grüssle zu

    Nova

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  3. Lach jaaa, Kontoristin, das kenne ich auch noch, die konnten so manches.
    :-))
    Bei mir war es die Verwaltungsangestellte der Stadt Stuttgart, aber das war auch alles dabei.
    Sogar noch die Geschichte der Ämter usw.

    Ein sehr schöner Bericht und ja Vorstellungsgespräche, das ist nicht immer so einfach, man ist aufgeregt usw.
    Ich habe die Stellen, die ich wollte immer bekommen, weil ich bei der Stadt Stuttgart meine Ausbildung gemacht habe und hier von Amt zu Amt gehüpft bin, deshalb wußten die ja auch schon vorher immer, wen sie bekommen.
    Aber ich bin jetzt - besonders zu dieser Zeit froh. dass ich nun im Ruhestand bin.

    Lieben Gruß und danke für den Bericht, eine schöne Zeit damals, wir hatten unser erstes Telefon zuhause schon 1952, aber das eben aufgrund der Position meines Vaters. Aber die Gebühren waren schon teurer.
    Wir hatten da so eine Uhr, die mitgezählt hat und wenn es zu lange bei mir dauerte, drückten meine Eltern die Gabel und aus ware es.
    Liebe Grüße und habs fein.
    Eva
    übrigens meine Lehrerinnen, später dann Lehrer, waren alle verheiratet und eher nicht hochgeschlossen.
    Ein Lehrer Herr Sch....., schaute sehr gerne meiner Freundin, die immer sehr schöne Ausschnitte hatte, sehr gerne in die Bluse.

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  4. Ein toller Ausflug in die Vergangenheit und wir durften mitgehen. Die alten Bilder anzuschauen ist interessant und man erinnert sich an viele Dinge, die man eigentlich schon vergessen glaubte.
    Täusche ich mich oder zogen sich die Leute früher besser an als heute? Meine Mutter ließ sich jeden Samstag die Haare einrollen und auftoupieren; ohne diese Prozedur wurde es nicht Sonntag. Heute ist mal schnell geföhnt und fertig. Es dreht sich wohl niemand mehr die Haare auf Lockenwickler und setzt sich eine halbe Stunde unter eine Trockenhaube.
    Bis ich fünfzehn Jahre alt war, hatten wir keinen Fernseher daheim. Telefon kam erst, als ich schon eine eigene Wohnung hatte. Danach konnten wir den Vater überzeugen, auch bei ihnen daheim einen Anschluss legen zu lassen.
    Ja, ja, die Erinnerungen ... Vielen Dank dafür, dass Du sie mit Deinem Beitrag aufgeweckt hast.
    Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

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  5. Draga Helga,
    Parca am citit o carte...! Amintiri, timpuri trecute, poate grele dar frumoasa tinerete.
    Un an bun pe toate planurile,
    Mia

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  6. Liebe Helga,

    was für ein toller post mit all den Erlebnissen aus deiner Jugendzeit. :-)
    Dass du ihn so wundervoll bebildern kannst, ist das Sahnetüpfelchen. Wirklich toll, dass du so wertevolle alte Schätze
    besitzt.
    So vieles kommt mir bekannt vor. Auch meine 1. Lehrerin fällt genau in die Kategorie deiner erwähnten hier. Aber ich mochte sie.

    Die junge Generation heute, die mit Handies, Smartphones und iPhones aufwächst, weiß gar nicht, welche Hürden seinerzeit zu meistern
    waren, wenn man mal Hilfe anfordern wollte/musste. Heute heißt es höchstenfalls: Mist, kein Empfang (Netz nicht verfügbar) oder Akku leer.
    Und nicht viele Menschen hatten seinerzeit einen Telefonanschluss zu Hause. Um zu telefonieren war der Gang zum Telefonhäuschen notwendig. Wie oft stand man davor und wartete, weil es besetzt war.
    So haben sich die Dinge im Laufe der Jahre stets weiter verändert, entwickelt. Ob heute alles besser ist als früher, das lassen wir mal offen, ja, einfacher ist vieles auf jeden Fall geworden.

    Ganz herzlichen Dank für diese schöne Zeitreise und ich wünsche ich dir jetzt ein schönes Wochenende.

    Alles Liebe für dich
    Christa

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  7. Hallo Helga und Kerstin,
    Wahnsinn wie sich die Welt verändert hat, gerade in der Kommunikation.
    Schön, dass du noch so viele Erinnerungen hast und sie uns zeigst. Muss auch mal die Fotokisten durchsuchen.
    Schönes Wochenendewünscht euch
    KarinNettchen

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  8. Schmunzeln bis laut lachen... und an mancher Stelle im Text mit dem Kopf nicken.

    Ja, das waren ganz andere Zeiten damals.

    Und ich finde mich in Deinen Erzählungen, liebe Helfa, so oft wieder, gerate ins Schwärmen, Erinnerungen werden wach. Eine lebhafte Geschichte hast Du hier erzählt köstlich und gleichzeitig mittendrin in einer Realität, die sich heute kaum noch jemand vorstellen mag. Es war nicht alles Sonnenschein, trotz der Nostalgie lässt sich das auch nicht leugnen.

    Liebe Grüßle 🤗 aus Augsburg von Heidrun

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  9. Ich finde das ist eine wunderschöne Erzählung wie es in der Vergangenheit war, was mich auch direkt in die Erinnerungen bringt. Es war Vieles auch schwierig und anstrengend, aber in meiner Erinnerung dennoch auch gut und lebenswert!
    Ein ganz toller Beitrag - danke dafür und herzliche Grüße
    Liz

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  10. Servus Helga, vieles ist leichter geworden aber ob es nur schöner ist??
    Deine Erinnerungen an die Schulzeit sind mir auch bekannt, obwohl ich 20 Jahre später bin. Bei den Schulschwestern in der Klosterschule war es da aber auch noch so. Hihihi
    Lg aus Wien

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  11. Deine Erzählung aus vergangenen Zeiten sind einfach so, als würde man mit dabei sein. Herrlich! Bei verschiedenen Ereignissen konnte ich Parallelen zu meiner Schulzeit ziehen. Das war eine unbeschwerte Zeit, in Erinnerungen sieht vieles rosiger aus als es tatsächlich war.
    Liebe Grüße und ein erholsames Wochenende
    Lieselotte

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  12. Liebe Helga,

    wie immer, habe ich deinen Post mit Spannung gelesen und im Kopfkino einen Ausflug in die alten Zeiten unternommen. Die Sache mit dem Fräulein kenne ich auch noch. Mitte der 80-iger Jahre, ich war schon ein paar Jahre verheiratet, arbeitete als Apothekerin in der örtlichen Pharmazie, trug sogar ein Namensschild mit "Frau Peiter" und wurde trotzdem immer noch als Frolleinchen angesprochen. So waren die alten Leute vom Dorf eben.
    Den Spruch kann ich nur bestätigen. Die Zeit geht wie im Sauseschritt je erfüllender die Stunden verbracht werden. Und im Wartezimmer beim Arzt, wird es kurzweilig, wenn man wie die Kinder auf dem Handy spielt :))))

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht dir
    Arti

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  13. Danke für den Blick in dein Fotoalbum. Ich war auch noch ein Fräulein, als ich anfing zu unterrichten. Und mit der Heirat wurde ich dann 1987 eine Frau. Heirassa. Lang ist's her. Liebe Grüsse von Regula

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  14. Schöne Erinnerungen, liebe Helga und ja, ich habe mit dem Kopf genickt, denn meine Klassenlehrerin hieß Fräulein Baumgarten und war streng. Ich weiß gar nicht mehr, wann wir unser erstes Telefon bekamen, auf einmal war es da und wir waren erstmal sprachlos über soviel Technik... die heutzutage so selbstverständlich ist...
    Liebe Grüße ins Wochenende von Traudi.

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  15. Ein schöner Rückblick liebe Helga,
    damals hat man an mich noch lange nicht gedacht, und an das Handy schon gar nicht.
    Ich finde Dich gar nicht rustikal, Du warst doch ein ganz süßes Mädchen.
    Und solche Lehrerinnen kenne ich gar nicht mehr, meine waren schon verheiratet und hatten Kinder.
    Dir nun einen schönen Abend, lieben Gruß
    Nicole

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  16. Hallo Helga,
    das ist ein sehr schöner Rückblick. Ich mag sowas sehr. Wie schön, dass du diese Erinnerungen mit uns teilst. Meine Grundschul-Lehrerin war auch noch ein Fräulein.
    Liebe Grüße Carolyn

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  17. Liebe Helga,
    eine beeindruckende Reise durch deine Vergangenheit, an der du uns hast
    teilnehmen lassen. Vieles wurde wieder in Erinnerung gerufen. Es war ein
    völlig anderes Leben und mit heute nicht zu vergleichen, vielleicht auch
    irgendwie schöner trotz mancher beschwerlichen Lösungen und Ereignissen.
    Auf jeden Fall danke ich dir für diesen zauberhaften Post und wende dir
    einen lieben Gruß in deinen Tag, Karin Lissi
    PS: Einen zutreffenden Sinnspruch hast du eingesetzt

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  18. von meinem Bruder Jan:

    Liebe Mama,

    ist das schön geworden, so ein herrlicher Rückblick! Einige Fotos kannte ich noch gar nicht. Der Post ist Dir wunderbar gelungen.

    LG
    Jan

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  19. Das war jetzt wieder richtig schön zu lesen - und dazu die alten Bilder. So hübsch siehst du aus Helga. Ich verstehe gar nicht weshalb dich der Horten nicht genommen hat. Und beim Lesen geht mir auch durch den Kopf was sich alles verändert hat. Meine Güte ... die Zeit vergeht ... und ja, jede Zeit ist umso kürzer je glücklicher man ist. Da ist schon was dran.

    Es war wieder eine Freude dich zu lesen. Lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  20. Liebe Helga,
    ein schöner Blick in das Vergangene - so Vieles aus dem "Nähkästchen" der Notendurchschnitt lässt sich auch sehen!!!!
    Eine gute neue Woche,
    Luis

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  21. So ein schöner Rückblick, liebe Helga und vieles erinnere ich, als meine Mutter darüber erzählte.
    Und einige der schwarz-weiß Fotos mit "Schmuckrand" habe ich auch noch hier liegen.
    Lieben Gruß von Marita

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  22. Ihr zwei Lieben,

    ich LIEEEEBE Eure Erzählungen von früher - mit all den alten Fotos! Ich gucke so gerne Fotos aus vergangenen Zeiten! Als wir vor einem Jahr umgezogen sind in dieses Häuschen hier, sind mir alte Fotos von der Familienseite meines Mannes in die Hände gefallen und ich habe stunden lang mit der Kiste auf dem Schoß gesessen und Schwarz-Weiß-Bilder geschaut. Zumal ich seine beiden Eltern nicht mehr kennenlernen konnte, so konnte ich wenigstens etwas über ihr Leben über die Bilder erfahren!

    Liebe Helga, so wunderschön, wie Du von früher erzählst, hast Du alle Mal einen Titel verdient!!! :-)

    Ich freu mich schon auf den nächsten Rückblick!

    Ganz liebe Grüße an Euch Zwei sendet vom Niederrhein

    die Lony x

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  23. Hallo Kerstin,
    na, jetzt geht es wieder, dann mal schnell noch einen Kommentar schreiben. *G*
    Wir hatten einen Lehrer, aber die nächste Klasse hatte auch ein Fräulein, die wohnte bei unseren Eltern ums Eck und sogar heute mit fast 90 Jahren wird sie noch Fräulein genannt. Wahrscheinlich ist das bei allen so im Gedächtnis und mit dem Namen verbunden, dass man es nicht mehr los wird. Wir hatten dafür im Kindergarten eine Tante, ich glaube nicht, dass irgendjemand wusste wie die Erziehrerinen damals mit Nachnamen hießen.
    Und an den nicht vorhandenen Telefonanschluß kann sogar ich mich noch erinnern. Manchmal kam die Nachbarin herüber, wenn der Papa vom Büro aus anrief und hat was ausgerichtet. Und wenn ich das nun so schreibe fühle ich mich Uralt... Wie die Zeit doch vergeht.
    Liebe Grüße
    Manu

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  24. oh..
    ich dachte ich hätte schon geschrieben ;)
    herrlich die alten Fotos und die Erinnerungen an früher

    ein Fräulein hatte ich in der ersten Klasse
    dann Lehrer .. in der 5. dann eine Frau Tasch..die war verheiratet
    und kam mir uralt vor .. hihi.. aber später hat sie noch ein Kind bekommen
    da ware sie wohl doch jünger als ich dachte
    auf der "Höheren Schule" hatten wir gemischt.. Schwestern.. Lehrer .. Lehrerinnen
    die meisten weltlichen Lehrpersohnen waren schon verheiratet

    Telefon hatten wir auch keins .. es ging auch ohne..
    keinen Fernseher und kein Auto
    auf dem Bild mit dem Buch siehst einer Schulfreundin von mir sehr ähnlich ..
    fernsehen durften wir manchmal bei einer Nachbarin ;)

    liebe Grüße
    Rosi

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  25. Liebe Helga,
    jetzt möchte ich endlich hier auch kommentieren. Ich war schon mal hier und habe nur kurz überflogen. Doch zum Lesen und Genießen möchte ich mir auch Zeit lassen. So ein wunderbarer Bericht. Ich mag diese alten Erinnerungen und die schönen Fotos sehr gerne! Und was für eine Verkettung unglücklicher Umstände. Da bleibt der Stiefvater, der dich abholen soll, auch noch im Lehmboden stecken... Ich verstehe auch nicht, dass der Horten dich für die Lehrstelle nicht genommen hat. Du hattest doch ein 1 a Zeugnis!! Und ich finde, du siehst doch ganz hübsch aus!! Die Fotos "An einem Sonntagmorgen" sind ganz besonders bezaubernd!
    Wir mussten auch noch zur Nachbarin zum Telefonieren und heute kann man es sich kaum mehr vorstellen, ohne Smartphone zu leben...
    Liebe Grüße - auch an Kerstin
    Ingrid

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  26. Liebe Helga,
    da hast Du eine Menge Erinnerungen wachgerufen mit Deinen Bildern und Erzählungen.
    Meine Grundschullehrerin war auch noch ein Fräulein, aber nur im ersten Schuljahr.
    Frisch von der Hochschule hatte sie ein sehr modernes, freieres Lehrkonzept als die Lehrer*innen meiner Geschwister. Sie hatte immer das Kind im Schüler im Blick.
    Und das Missgeschick bei der Schulwanderung mit seinem Rattenschwanz an Lösungsproblemen köönten sich die Jugendlichen von heute gar nicht mehr vorstellen. Wir hatten lange einen Doppelanschluss mit Nachbrn weil die Siedlung neu war und nicht genug Verbindungskapazität vorhanden.
    Ich bin froh, dass wir heute solch leistungskräftige Technologie haben, auch wenn sie durchaus Probleme und Gefahren mit sich bringt.
    Allein die Tatsache, dass wir jederzeit auf eine riesige Bibliothek zurückgreifen können, auch die Informationen über Handarbeitstechniken und Anleitungen sind so vielseitig und hilfreich.
    Und ohne Handy und Whatsapp hätte ich in der Coronazeit keinen Kontakt zu meiner Freundinnengruppe halten können und er hat so manches Mal Not getan.
    Schade, dass das mit der Kontoristinnenstelle nicht geklappt hat. Ich finde es bedauerlich, wenn Menschen nur nach Äußerlichkeiten beurteilt werden, auch wenn in einem Vorstellungsgespräch ja nur ein kurzer Belick auf den Menschen möglich ist.
    Danke, dass Du uns ein wenig an diesen Erinnerungen hast teilhaben lassen - liebe Grüße
    Gudrun

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  27. Dieses Zitat stimmt! Ja, zu der Zeit war noch nichts mit Notruf wählen, wenn man in einer Notlage war. Schnelle Hilfe war da wohl unmöglich? Aber davon mal abgesehen, es ging auch ohne Handy und Telefon, man kann es sich nicht vorstellen, aber es ging auch ohne, denn was man nicht kennt, das kann man auch nicht vermissen. Die Menschen starben früher, das war so, leider, aber daran sind auch andere Faktoren schuld. Ich weiß nicht, ob die Menschen früher glücklicher waren, vielleicht zufriedener, dankbarer und ich glaube auch induvidueller? Ich vermisse die unverwechselbaren, einzigartigen Charaktere, die hervorstechenden Persönlcihkeiten, die Geselligkeiten die noch vor 10 bis 20 Jahren gepflegt wurden usw. Wie dem auch sei, die Zeit bleibt leider nicht stehen und ich schweife ab...
    Die alten Fotos von dir sind wunderschön, vielen Dank, dass wir schauen dürfen in deine Vergangenheit - wohl dem, der eine hat an die er sich gerne erinnert! Die guten, wie die schlechten Tage, sie haben uns zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind.
    LG Heidi

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